Schauspieler, die während der Dreharbeiten ihres Films verstarben
Jeder Tag könnte unser letzter sein. Davon sind auch leider Filmstars nicht verschont. Die Schauspieler starben noch während der Dreharbeiten.

Während der Dreharbeiten zu einem Film sind Schauspieler*innen voll und ganz in ihre Rollen vertieft – doch manchmal kommt es zu tragischen Zwischenfällen, die das Filmset erschüttern. Einige Stars verstarben unerwartet mitten in der Produktion, was nicht nur ihre Kolleg*innen und Fans schockierte, sondern auch die Fertigstellung des Films vor große Herausforderungen stellte. In manchen Fällen mussten Szenen umgeschrieben oder mithilfe moderner Technik ergänzt werden. Hier sind einige bekannte Schauspieler*innen, die während der Dreharbeiten verstarben.
Beginnen wir mit einem sehr tragischen Fall ...

#1 Paul Walker („Fast & Furious“)
Paul Walker, der durch seine Rolle als „Brian O’Conner“ in der „Fast & Furious“-Reihe bekannt wurde, verstarb am 30. November 2013 bei einem tragischen Autounfall. Während einer Drehpause zu Teil 7 fuhr er als Beifahrer in einem Sportwagen, als das Fahrzeug verunglückte und in Flammen aufging. Sein plötzlicher Tod erschütterte Fans weltweit und stellte die Filmproduktion vor große Herausforderungen. Letztendlich wurde der Film mit bereits gedrehten Szenen, Body-Doubles und CGI-Technik fertiggestellt. Walkers Brüder Cody und Caleb halfen dabei, seine fehlenden Szenen zu ergänzen. Der Film wurde so zu einem emotionalen Tribut an den verstorbenen Schauspieler.
Machen wir weiter ...

#2 Philip Seymour Hoffman („Die Tribute von Panem – Mockingjay“)
Philip Seymour Hoffman starb im Februar 2014 nur acht Tage vor dem Abschluss der Dreharbeiten zu „Die Tribute von Panem – Mockingjay“. Er erlag einer Überdosis, die auf seine jahrelange Drogenabhängigkeit zurückzuführen war, obwohl er seit 1989 bis zu seinem Rückfall Anfang 2013 abstinent gewesen war. Aufgrund seines unerwarteten Todes musste die Produktion die verbleibenden Szenen umschreiben. Die Rolle von Hoffmans Charakter, „Plutarch Heavensbee“, wurde neu arrangiert. Woody Harrelson, der in der Reihe den Charakter „Haymitch Abernathy“ spielte, übernahm einige der Textpassagen von Hoffmans Figur, um das Drehbuch anzupassen und die Geschichte zu vollenden.
Auch der nächste Schauspieler ging zu früh von uns ...

#3 Heath Ledger („Das Kabinett des Doktor Parnassus“)
Heath Ledger starb im Januar 2008 während der Dreharbeiten zu „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ an einer unglücklichen Mischung oder Überdosis von Medikamenten. Der unerwartete Tod des Schauspielers führte dazu, dass die Produktion zunächst für zwei Monate gestoppt wurde. Um den Film dennoch zu vollenden, entschied man sich, das Drehbuch anzupassen. Da viele Szenen mit Ledger bereits in London abgedreht waren, wurden die restlichen Szenen, in denen sein Charakter „Tony“ hinter einem Zauberspiegel agierte, von Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell übernommen. Ihre Darstellungen sollten die Zerrissenheit und Transformation von „Tonys“ Charakter unterstreichen und gleichzeitig Ledger würdigen.
Machen wir weiter ...

#4 Oliver Reed („Gladiator“)
Oliver Reed starb im Mai 1999 während der Dreharbeiten zu „Gladiator“ an einem Herzinfarkt. Berichten zufolge hatte er zuvor in einer Bar mit Freund*innen getrunken und klagte plötzlich über Unwohlsein, bevor er auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb. Die Produktion stand nun vor der Herausforderung, die verbleibenden Szenen seines Charakters abzuschließen. Dazu wurden die fehlenden Aufnahmen mit einem Bodydouble gedreht, und sein Gesicht wurde mithilfe von Computeranimationen aus bereits vorhandenem Filmmaterial digital eingefügt.
Anders beim nächsten Schauspieler ...

#5 Chadwick Boseman („Black Panther“)
Chadwick Boseman starb 2020 im Alter von 43 Jahren nach einem langen, privaten Kampf gegen den Krebs. Er war besonders bekannt für seine Rolle als „Black Panther“ im Marvel Cinematic Universe. Zu der Zeit war Boseman noch mit der Produktion von „Black Panther: Wakanda Forever“ beschäftigt, dem zweiten Teil der Reihe. Nach seinem Tod entschloss sich das Filmteam, seine Figur „T'Challa“ nicht neu zu besetzen, sondern den Charakter respektvoll aus der Handlung zu schreiben. Der Film ehrte Boseman und seine Arbeit mit einer emotionalen Hommage an den Schauspieler.
Auch der nächste Tod war tragisch ...

#6 Brandon Lee („The Crow“)
Der Tod von Brandon Lee während der Dreharbeiten zu „The Crow“ gilt als einer der tragischsten Unfälle in der Filmgeschichte. Der Sohn der Martial-Arts-Legende Bruce Lee wurde bei einer Schießszene versehentlich von einem Fragment einer Pistolenkugelattrappe getroffen und erlag nur zwölf Stunden später seinen Verletzungen. Trotz des dramatischen Verlustes entschied die Produktion, den Film weiterzuführen. Mithilfe von Doubles, Spezialeffekten und bereits aufgenommenem Material konnten die verbleibenden Szenen abgeschlossen werden. Der Film wurde seiner Familie und seiner Verlobten gewidmet, die er kurz vor seinem Tod heiraten wollte.
20 Jahre vorher musste sein Vater ein ähnliches Schicksal erleiden ...

#7 Bruce Lee („Der Mann mit der Todeskralle“)
Zwanzig Jahre vor dem tragischen Tod von Brandon Lee erlitt auch sein Vater Bruce Lee während der Dreharbeiten zu „Der Mann mit der Todeskralle“ einen dramatischen Vorfall. Im Mai 1973 brach der Schauspieler plötzlich zusammen und musste mit Atemnot und Schüttelkrämpfen ins Krankenhaus gebracht werden. Nach der Behandlung kehrte er jedoch zu den Dreharbeiten nach Hongkong zurück. Im Juli 1973 erlitt er erneut gesundheitliche Beschwerden und konnte nach einem kurzen Schlaf nicht mehr aufgeweckt werden. Die Ursache war eine Gehirnblutung. Der Film wurde fünf Jahre später fertiggestellt, indem Bruce Lees Figur durch neue Darsteller ersetzt und bestehende Szenen genutzt wurden.
Kannst du dich noch an den Schauspieler auf der nächsten Seite erinnern?

#8 James Dean („Giganten“)
James Dean starb kurz vor Abschluss der Dreharbeiten zu seinem letzten Film „Giganten“ bei einem tragischen Verkehrsunfall, den er nicht selbst verursacht hatte. Am 30. September 1955 war er gemeinsam mit seinem Mechaniker Rolf Wütherich auf einem Highway unterwegs, als ihnen ein Ford entgegenkam. Der Fahrer des Ford sah Dean offenbar nicht und bog plötzlich ab. Dean hatte keine Zeit auszuweichen und prallte ungebremst hinein. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb er. Während Wütherich schwer verletzt überlebte, hatte der Ford-Fahrer lediglich einen Schock. Da der Film fast fertiggestellt war, mussten nur einige Szenen von Deans Schauspielkollegen Nick Adams nachsynchronisiert werden, um das Projekt abzuschließen.
Leider gibt es noch ein paar ...

#9 Jean Harlow („Saratoga“)
Der Tod von Filmikone Jean Harlow kam völlig unerwartet. Im Jahr 1937, während der Dreharbeiten zu „Saratoga“, brach die damals 26-jährige Schauspielerin plötzlich zusammen und starb nur eine Woche später im Krankenhaus an einer Vergiftung durch Nierenversagen. Da bereits 90 Prozent des Films abgedreht waren, mussten die restlichen Szenen mit Mary Dees gedreht werden, die jedoch dann nur noch von hinten zu sehen ist. Der Text wurde von Paula Winslowe gesprochen. Interessanterweise sind die letzten Worte von Jean Harlow in „Saratoga“ das ikonische „Good-bye“.
Der nächste Fall war ebenfalls sehr schockierend ...

#10 Cameron Boyce („Descendants“)
Ein weiteres tragisches Beispiel aus den letzten Jahren ist der Tod von Cameron Boyce. Der Schauspieler, bekannt aus Disney-Produktionen wie „Descendants“ und „Jessie“, starb am 6. Juli 2019 im Alter von 20 Jahren unerwartet an einem epileptischen Anfall, während er schlief. Zu dem Zeitpunkt war er noch mitten in den Dreharbeiten zu „Descendants 3“. Da sein Tod plötzlich und ohne Vorwarnung kam, mussten die Macher*innen der Serie schnell reagieren. Der Film, der bereits zu großen Teilen abgedreht war, wurde ohne größere Anpassungen veröffentlicht, wobei Cameron Boyces Charakter, „Carlos“, posthum im Film durch Archivmaterial weitergeführt wurde. Der Film wurde ihm gewidmet.